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Was ist Airbrush?

Einführung in die Airbrush-Technik

Man könnte vermuten, dass Airbrush eine relativ neue künstlerische Technik ist, aber tatsächlich ist es bereits 35.000 Jahre her, dass Menschen in Aurignac roten Ocker-Staub (Gemisch aus gelbem Ocker (Limonit) und rotem Ocker (Hematit) mit Blasrohren auf Höhlenwände geblasen haben. Ein sehr bekanntes und immer wiederkehrendes Motiv in den Höhlen im französischen Lascaux und Pech-Merle zeigt die Umrisse einer menschlichen Hand.

Im 17-ten Jahrhunder war die Airbrush Technik bereits in Japan bekannt. Im späten 19-ten Jahrhundert gewann sie dann auch in der westlichen Welt an Bedeutung.

"Hände, überall gespreizte Hände - sie sind die häufigsten Zeichen auf den Felsbildern. Daneben fallen unter den Motiven vor allem Tierdarstellungen auf."
Zum Beispiel ein Waran:
"Ein totes Exemplar wurde wohl wie eine Schablone verwendet, an die Wand gedrückt und mit Farbe umsprüht."
(Quelle: Geo 04/2004, Seite 116)
» Ausschnitt einer Bildwand, im Original ca. 4 x 2,5 m
(Quelle: Geo 04/2004, Seite 108/109)

Werkzeug & Material

  • Airbrush-Pistole.
  • Kompressor.
  • Ein großes Glas Wasser (zum Verdünnen der Farben und zum Ausspritzen der Pistole).
  • Ein Lappen/Tuch (zum Ausspritzen der Pistole).
  • Ein Skalpell (ideal sind chirurgische Skalpelle mit austauschbaren Klingen, gibt's auch in vielen Grafik-Fachgeschäften).
  • Ein Rundpinsel, Stärke ca. 10.
  • Farben (unsere Gruppe arbeitet bevorzugt mit Lukas Illu-Color, seltener auch mit Schmincke Aero Color).
  • Untergrund: Karton (unsere Gruppe arbeitet bevorzugt auf Schoellershammer 4G-dick), aber auch Spanplatten u. a.
  • Selbstklebender Maskierfilm, flüssiger Maskierfilm, Transparent-Papier.
  • Weitere Zeichen- und Arbeits-Geräte z. B. Schere, Lineal, Radiergummi (oft sehr nützlich: Radierstifte und Radier-Knetmasse/Typenreiniger), Buntstifte und feine/grobe Pinsel, Schwamm oder Folie für Abklatschtechnik/Strukturen, Acrylfarben etc.

Vorgehensweise

  • Vorbereitung: Geeignetes Motiv entwerfen und als Strichzeichnung mit Bleistift auf den Karton übertragen (zeichnen, pausen etc.). Striche eindeutig und fein - nach diesen Linien wird später geschnitten!
  • Maskieren: Dazu den Maskierfilm faltenfrei auf das gesamte Bild aufziehen und glattstreichen. Optional: Mit flüssigem Maskierfilm oder mit Legefolie/Transparernt maskieren.
  • Schneiden: (Bei selbstkebendem Maskierfilm) Mit dem Skalpell werden alle vorgezeichneten Teile, die später zum Spritzen herausgenommen werden sollen, geschnitten.
  • Spritzen: Jetzt werden geschnittene Teile nacheinander herausgenommen und die dadurch freigewordenen Teile des Kartons gespritzt. Dabei bereits modellieren, Licht und Schatten beachten. Ob man zunächst den Hintergrund oder die anderen Bildteile spritzt, ist abhängig vom Motiv bzw. auch Geschmacksache. Die Reihenfolge der Farben (Illu-Color Farben sind lasierend) sollte man sich bereits beim farbigen Anlegen der Skizze überlegen. Fertige Teile werden wieder eingesetzt und andere zum Spritzen herausgenommen etc.
  • Zum Spritzen einige Tropfen Illu-Color in die Pistole, mit dem Pinsel einige Tropfen Wasser dazu, mischen.
  • Nachbearbeiten: Wenn alles gespritzt ist, wird der gesamte Maskierfilm abgezogen. Jetzt kann man sich noch um viele "Feinheiten" kümmern: Highlights und Schatten spritzen, durch die Maskierung zu harte Übergänge "weicher" machen, mit Pinsel, Radiergummi, Skalpell, Buntstiften Details malen oder korrigieren - alles ist "erlaubt".
  • Zuletzt das Wichtigste: Pistole mit Spezialreiniger und Wasser sauber durchspritzen und putzen.